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Packliste Bug-out-Bag (BOB): Die Notfalltasche für 72 Stunden

Kategorie: Ausrüstung · Lesezeit: ~8 Min.

Das Wichtigste in Kürze:

Der Bug-out-Bag ist eine gepackte Tasche für die ersten 72 Stunden nach einer Evakuierung. Er enthält Wasser, haltbare Nahrung, Kleidung, Hygiene, Dokumente, Werkzeug, Licht und ein wenig Komfort. Wichtig ist: alles dauerhaft eingepackt, einmal im Halbjahr prüfen und das Gewicht so wählen, dass man die Tasche wirklich tragen kann.

Wofür ist der Bug-out-Bag gedacht?

Der Bug-out-Bag (BOB) ist eine immer gepackte Tasche für die ersten 72 Stunden, wenn man Zuhause verlassen muss – etwa bei Evakuierung, Hochwasser oder großflächigem Ausfall. Er ist kein Allround-Überlebenslager, sondern eine mobile Basis: leicht genug zum Tragen, vollständig genug zum Durchhalten.

Die Grundregeln

  • Immer gepackt: keine „fast fertige“ Tasche. Prüfen und einmal im Halbjahr anpassen (Kleidungsgröße, Saison, Medikamente).
  • Gewicht: für Erwachsene orientierend 10–15 kg. Wenn du sie nicht 30 Minuten tragen kannst, ist sie zu schwer.
  • Modular: ein kleiner „Tagessack“ innen für Ausflüge, die große Tasche bleibt im Auto oder an der Tür.

Die 72-Stunden-Packliste

Wasser und Essen

  • Wasser: mindestens 2 l pro Person und Tag (2 l-Trinkflaschen oder Kanister)
  • Haltbare, energiereiche Nahrung: Müsliriegel, Nüsse, Trockenfrüchte, Konserven mit Öffner
  • Salz, Zucker, Tee/Kaffee, Instantgetränke

Schutz und Kleidung

  • Wechselkleidung, Regenjacke/Poncho, warme Schicht (Mütze, Handschuhe)
  • Schlafsack oder Decke, Isomatte (auch zum Sitzen im Freien)
  • Festes Schuhwerk

Werkzeug und Licht

  • Taschenlampe + Ersatzbatterien oder Powerbank
  • Feuerzeug/Sturmstreichhölzer, Kerzen
  • Taschenmesser oder Multitool
  • Kleines Reparaturset: Klebeband, Schnur, Nadel/Faden

Dokumente und Information

  • Kopie von Ausweis, Pässen, Versicherungen, Medikamentenplan
  • Wichtige Telefonnummern auf Papier
  • Papierkarte der Region, kleiner Kompass

Hygiene und Gesundheit

  • Zahnbürste, Seife, Handdesinfektion, Toilettenpapier, Feuchttücher
  • Persönliche Medikamente, kleine Erste-Hilfe-Ausstattung

Komfort und Kommunikation

  • Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen
  • Handy-Ladegerät, Powerbank
  • Kleinigkeiten gegen Langeweile: Buch, Stift, Papier, Würfel

Praxistipps

Teste deine Ausrüstung einmal real: eine Nacht mit Zelt oder Notunterkunft, eine Mahlzeit nur mit dem Kocher. Dabei zeigt sich schnell, was fehlt oder zu schwer ist. Trage außerdem einen Zettel mit dem Ablaufdatum der Lebensmittel in der Tasche, damit der Vorrat turnusmäßig erneuert wird.

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