Prepping im Winter: Kälte, Stromausfall und Glatteis
Im Winter entscheidet vor allem Wärme über Wohlbefinden und Gesundheit. Heizmöglichkeiten ohne Strom, warme Kleidung, Decken, Kerzen, ausreichend Essen und ein Plan für Glatteis und Schnee gehören zur kalten Jahreszeit. Besonders wichtig: Heizquelle, CO-Warner und ein Raum, der bei Stromausfall bewohnbar bleibt.
Warum Wärme im Winter alles ist
Im Winter entscheidet nicht zuerst das Essen über Wohlbefinden, sondern die Wärme. Schon bei wenigen Stunden ohne Heizung sinkt die Körpertemperatur spürbar. Deshalb beginnt Winter-Prepping nicht im November, sondern im Sommer: mit der Wahl einer Notheizung, der Isolierung eines Raumes und der Prüfung der Strom- und Gasanschlüsse.
Heizen ohne Strom
- Kamin oder Kaminofen: mit Brennholz und Anzünder – vorher Schornstein und Abzüge prüfen lassen
- Gasheizung mit Handbetrieb: einige Anlagen laufen auch bei Stromausfall weiter; Herstelleranleitung prüfen
- Notkocher und Kerzen: erzeugen wenig Wärme, aber verbessern den Komfort – nie unbeaufsichtigt lassen
- CO-Warner: Pflicht bei jeder Verbrennung in geschlossenen Räumen. Kohlenmonoxid ist unsichtbar und tödlich.
Einen Raum bewohnbar machen
Statt die ganze Wohnung zu heizen, einen kleinen Raum auswählen: Türen schließen, Zugluft mit Handtüchern abdichten, Fenster mit Decken oder Folie isolieren. In diesem „Warmraum“ schlafen, kochen und leben. Warme Kleidung in Schichten hält besser als eine dicke Jacke allein: Unterhemd, Fleece, Wollpullover, dazu Mütze und warme Socken.
Stromausfall im Winter
- Powerbank und Ladegeräte vorher aufladen
- Taschenlampen, Kerzen, Batterien griffbereit
- Kühlschranktür zu – Lebensmittel halten ohne Strom mehrere Stunden
- Wasser aus der Leitung vorher in Kanister füllen
- Radio oder Handy mit UKW für Durchsagen des Katastrophenschutzes
Glatteis, Schnee und Mobilität
- Streusand, Salz oder Katzenstreu für Wege
- Winterreifen, Schneeketten, Eiskratzer im Auto
- Warme Decke, Wasser und Riegel im Auto – für Staus und liegen gebliebene Fahrzeuge
- Schnee von Dach und Zugängen räumen, bevor er zu schwer wird
Vorratshaltung für den Winter
Der Herbst ist die beste Zeit, den Wintervorrat aufzufüllen: haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung auskommen, dazu Kerzen, Batterien, Streichhölzer und Medikamente. Wer im Sommer pflanzt und im Herbst konserviert (Einkochen, Einfrieren, Trocknen), nutzt die Saison clever – und hat im Winter mehr Puffer.
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